Sakafo ara-panahy

Zur Zeit des Alten Testaments brachten die Hebräer für alles Opfer. Verschiedene Gelegenheiten und verschiede Umstände verlangten ein Opfer, wie z. B. ein Brandopfer, ein Speisopfer, ein Friedensopfer, ein Sündopfer oder ein Schuldopfer. Jedes Opfer hatte bestimmte Regeln und Vorschriften. Opfer wurden auch an Festtagen, bei Neumond, Vollmond, usw. gebracht.

Christus, das Lamm Gottes, war das perfekte Opfer, ein für alle Mal dargebracht (Hebräer 10), welches die Opfer des Alten Testamentes unnötig machte. So wie Jesus kam, um das Gesetz zu erfüllen, es noch grösser zu machen, sodass bereits die Absicht des Herzens Sünde sein kann, auch wenn sie nicht ausgeführt wird, so erfüllte und vergrösserte er auch das Opfersystem. Nun sollen wir geistliche Opfer darbringen.

In der Vergangenheit, wenn ich den ersten Vers von Römer 12 und Vers 17 von Psalm 51 las, nickte ich mit dem Kopf und meinte, ja, natürlich, geistliche Opfer. Aber ich hätte nie zugegeben, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, was dies bedeutete. Was ist ein geistliches Opfer? Und wie opfere ich ein solches? Soll ich ein geistliches Lamm finden, es auf einen geistlichen Altar legen und die Kehle mit einem geistlichen Messer durchschneiden? Oder meinte Paulus etwas anderes? (Dies ist eine rhetorische Frage!)

Das Wörterbuch definiert ein Opfer als „den Akt, der Gottheit etwas Wertvolles zu opfern.“ Was haben wir, das Gott möglicherweise wertvoll wäre? Er braucht nichts von uns. Aber er will einen gebrochenen Geist, Gebet, Lobpreis und unseren Leib.

Diese mögen nicht wie grosse Opfer erscheinen, aber bedenken wir, was all diese für die menschliche, fleischliche Natur bedeuten. Stolz ist der natürliche Zustand der Menschheit. Ein Opfer eines gebrochenen Geistes zu bringen bedeutet, unseren Stolz und unsere Arroganz für etwas Unnatürliches aufzugeben: Demut.

Das Gebet – mit Gott reden, ihm zuzuhören, über sein Wort nachzudenken, Gemeinschaft und Verbundenheit, von Geist zu Geist – erfordert, dass wir andere Sachen, die wir vielleicht begehren, aufgeben, damit wir Zeit mit Gott verbringen können.

Lobpreis geschieht, wenn wir unsere Gedanken von uns selbst weglenken und den grossen Gott des Universums ins Zentrum stellen. Noch einmal, der natürliche Zustand eines Menschen ist, nur an sich selber zu denken. Lobpreis bringt uns zum Thronsaal des Herrn, wo wir opfernd das Knie vor seiner Herrschaft beugen.

Römer 12,1 weist uns an, unseren Leib als lebendiges Opfer hinzugeben, heilig und Gott wohlgefällig, worin unser geistlicher Gottesdienst besteht. Statt unseren Leib dem Gott dieser Welt zu opfern, stellen wir uns Gott mit unserem Leib zu Verfügung und beten ihn in unseren täglichen Aktivitäten an. Es gibt keine Trennung zwischen der Zeit im Gottesdienst und der Zeit ausserhalb des Gottesdienstes – unser ganzes Leben wird zum Gottesdienst, wenn wir unseren Leib auf Gottes Altar legen.

Wenn wir Gott täglich diese Opfer darbringen können, kommen wir nicht in die Gefahr, uns dieser Welt anzupassen. Sondern wir werden verwandelt, indem wir unseren Stolz, unseren Willen und unser Verlangen nach weltlichen Dingen, unsere Beschäftigung mit dem Ich und unseren Egoismus für die Nummer eins zu leben, ablegen.

Wir können keine kostbareren oder wertvolleren Opfer als diese darbringen.

by Tammy Tkach


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