Fanapahan-kevitra na vavaka

423 vorsaetze oder gebetWieder hat ein neues Jahr angefangen. Viele Menschen haben gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst. Oft geht es dabei um die persönliche Gesundheit – vor allem nach dem vielen Essen und Trinken während der Feiertage. Menschen auf der ganzen Welt verpflichten sich, mehr Sport zu treiben, weniger Süsses zu essen und wollen generell vieles besser machen. Obwohl nichts falsch daran ist, solche Beschlüsse zu fassen, fehlt uns Christen etwas bei dieser Vorgehensweise.

Diese Vorsätze haben alle etwas mit unserer menschlichen Willenskraft zu tun, deshalb verlaufen sie oft im Sande. Tatsächlich haben Experten den Erfolg von Neujahrsbeschlüssen verfolgt. Die Ergebnisse sind nicht ermutigend: 80% von ihnen scheitern bereits vor der zweiten Februarwoche! Als Gläubige sind wir uns besonders bewusst, wie fehlbar wir Menschen sind. Wir kennen das Gefühl, das der Apostel Paulus in Römer 7,15 so beschreibt: Ich weiss nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. Man kann Paulus Frustration über seinen eigenen Mangel an Willenskraft heraushören, da er offenbar weiss, was Gott von ihm möchte.

Glücklicherweise sind wir als Christen nicht auf unsere eigene Entschlossenheit angewiesen. Wir können uns einer Sache zuwenden, die viel wirkungsvoller ist, als die Bereitschaft, uns selbst zu ändern: Wir können uns dem Gebet zuwenden. Durch Jesus Christus und das Innewohnen des Heiligen Geistes können wir vertrauensvoll im Gebet vor Gott, unseren Vater, treten. Wir sind in der Lage, unsere Befürchtungen und Ängste, unsere Freuden und unsere tiefen Sorgen vor ihn zu bringen. Es ist menschlich, in die Zukunft zu blicken und sich Hoffnung für das kommende Jahr zu machen. Anstatt gute Vorsätze zu fassen, die bald verblassen, möchte ich Sie ermutigen, sich mir anzuschliessen und sich zu verpflichten, 2018 zum Jahr des Gebets zu machen.

Nichts ist zu unbedeutend, um es vor unseren liebenden Vater zu bringen. Doch im Gegensatz zu den Vorsätzen zum Jahresbeginn, ist das Gebet nicht nur für uns selbst wichtig. Wir können das Gebet auch als Gelegenheit nutzen, um die Anliegen anderer Menschen vor den Herrn zu bringen.

Das Privileg des Gebets für das neue Jahr ermutigt mich sehr. Sehen Sie, ich kann meine eigenen Ziele und Erwartungen für 2018 haben. Ich weiss jedoch, ich bin ziemlich machtlos, sie zu verwirklichen. Ich weiss aber, dass wir einen liebenden und allmächtigen Gott anbeten. In Kapitel acht des Briefes an die Römer, nur ein Kapitel nach seinem Klageruf über seinen eigenen schwachen Willen, ermutigt uns Paulus: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind (Römer 8,28). Gott ist in der Welt tätig, und sein allmächtiger, liebevoller Wille ist auf das Wohl seiner Kinder ausgerichtet, egal unter welchen Umständen sie leben.

Einige von Ihnen hatten vielleicht ein sehr gutes Jahr 2017 und blicken recht optimistisch in die Zukunft. Für andere war es ein schwieriges Jahr, voller Kämpfe und Rückschläge. Sie befürchten, im 2018 könnten noch weitere Lasten auf sie zukommen. Egal, was dieses neue Jahr für uns mit sich bringt, Gott ist gegenwärtig, bereit, unsere Gebete und Bitten anzuhören. Wir haben einen Gott der unendlichen Liebe, und keine Sorge, die wir vor ihn bringen dürfen, ist zu unbedeutend. Gott freut sich über unsere Bitten, unsere Dankbarkeit und unsere Sorgen in engem Gespräch mit ihm.

Im Gebet und in Dankbarkeit verbunden,

Joseph Tkach

filoha
MPANOMPOANA AN-TRANONY


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